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GESCHICHTE - Madagaskar


A Sakalava boy near Manambolo River in Madagascar.
Madagaskar wurde erstmals vor über 2000 Jahren durch Menschen besiedelt. Madagaskars Siedler waren entweder Indonesier oder Völker gemischten indonesischen / afrikanischen Ursprungs. Arabische Händler tauchten um 800-900 n. Chr. auf, als der Handel entlang der nördlichen Küste begann.

Die erste bekannte Europäer, der Madagaskar gesehen hat, war ein portugiesischer Seefahrer, Diogo Dias, der die Insel am 10. August 1500 erblickte, nachdem ihn Winde auf seinem Weg nach Indien vom Kurs abbrachten. Er nannte die Insel St. Lorenz. Später im 16. Jahrhundert haben die Portugiesen, Franzosen, Holländer und Engländer versucht, Handelsniederlassungen in Madagaskar zu etablieren. All dies blieb ohne Erfolg wegen der widrigen Bedingungen und erbitterten Kämpfen mit den lokalen madagassischen Kriegern.

Die Europäer haben zum ersten Mal auf Madagaskar zum Ende des 17. Jahrhunderts Fuß gefasst, zur Zeit als Piraten die östliche Küste der Insel beherrschten. Diese Piraten benutzten Madagaskar als Basis für Angriffe auf Schiffe, die Waren aus Indien zurück nach Europa brachten. Im 18. Jahrhundert versuchten die Franzosen militärische Positionen an der Ostküste zu errichten, scheiterten jedoch ebenfalls. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war die einzige Siedlung, welche die Franzosen für sich in Anspruch nehmen konnten, die Insel Sainte Marie.

Inzwischen, während des 18. Jahrhunderts, gründeten die Sakalavas der Westküste das erste Königreich von Madagaskar. Im Jahre 1810 gründeten ihre Rivalen, die Merina, ein Königreich über den größten Teil der restlichen Insel. Ihr König, Radama I, knüpfte Beziehungen mit den Engländern an und öffnete das Land den englischen Missionaren, welche das Christentum auf der gesamten Insel ausbreiteten und madagassisch als eine geschriebene Sprache aufzeichneten. Unter der Herrschaft von Radama, brachte eine Miniatur-Industrie-Revolution die Industrien auf die Insel. Nach Radamas Tod, übernahm seine Witwe, Ranavalona I, seine Nachfolge. Sie terrorisierte das Land 33 Jahre lang, durch Verfolgung von Christen, Vertreibung der Ausländer, Exekutierung politischer Rivalen, und die Wiederbelebung des Brauchs der Tötung von Neugeborenen, die an Unglückstagen geboren wurden. Nach ihrem Tod wurden die Beziehungen zu Europa wieder hergestellt.

Im Jahre 1883, eroberte Frankreich Madagaskar und 1896 hatte es bereits seine Herrschaft über die Insel etabliert, welche dann zu einer französischen Kolonie wurde. Frankreich nützte Madagaskar als Quelle für Holz und exotische Gewürze wie z. B. Vanille. Die Madagassen machten zwei große Aufstände gegen die Franzosen, 1918 und 1947, aber das Land gewann seine Unabhängigkeit erst am 26. Juni 1960.

Im Jahre1975 übernahm Didier Ratsiraka die Kontrolle des Landes. Er regierte Madagaskar als Diktator, bis er 1991 inmitten eines wirtschaftlichen Zusammenbruchs gestürzt wurde. Er gewann die Präsidentschaft kurz danach zurück und regierte bis zum Verlust einer angefochtenen Wahl im Jahre 2001. Der neue Präsident, Marc Ravalomanana, versprach, die Demokratie ins Land zu bringen. Ravalomanana begann seine Karriere auf der Straße indem er vom Fahrrad Joghurt verkaufte, baute in der Folge ein Firmenimperium auf und wurde zu Madagaskars reichstem Mann. Ravalomanana ist bis heute Präsident und die Wirtschaft nimmt weiterhin Aufschwung .



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WildMadagascar | Fotos

© Rhett A. Butler / wildmadagascar.org 2008